Leistungspaket 3

Bestimmung der Ebenheiten von Flächen

 Während des Betriebes können sich diverse Unebenheiten durch Verdrückungen auf den Flugbetriebsflächen bilden. Überwiegend sind das die sogenannten Spurrinnen, die durch Verdrückung und Nachverdichtung des Asphaltoberbaus infolge der Einwirkung von hohen Flugzeug-Radlasten des leitliniengeführten Verkehrs entstehen. Spurrinnen verändern die Querneigung der Fahrbahn und verhindern, dass das Oberflächenwasser rasch abgeleitet wird. Spurrinnen erhöhen die Gefahr von Aquaplaning und vermindern die Lenkfähigkeit der Flugzeuge.
 

Darüber hinaus können sich im Laufe der Zeit auch Absätze oder Wellen an der Oberfläche bilden, die dazu führen, dass es zu Vibrationen oder Schwingungen bei Starts oder zu über-mäßigem Stößen beim Rollen eines Flugzeuges kommen kann. Außerdem können sich Wasser- oder Eisflächen auf den unregelmäßigen Oberflächen bilden.

 

Die Messungen auf der Bahn werden mit einem 4 m langen Planograph bzw. Messungen von Absätzen und Längswellen über 4 m werden mit schnell fahrenden Fahrzeugen mit Lasertechnik durchgeführt. Der übliche Abstand zwischen den Messpfaden in Querrichtung beträgt 10 m. In Längsrichtung kann die Ebenheit im Bereich der Achse (Leitlinie) und jeweils 5 m links und rechts der Achse (Leitlinie) bzw. im Bereich der Hauptfahrwerke der Flugzeuge ermittelt werden.

 

Die dabei gewonnenen Daten werden in tabellarischer Form dokumentiert. Die Bewertung in Querrichtung erfolgt üblicherweise anhand eines Kriteriums: Unebenheit unter oder über 4 mm. Die Grenzwerte von Längsunebenheiten sind von der Kategorie des Flughafens oder Flugplatzes abhängig und die Auswertung wird gemäß den Vorgaben des Betreibers durchgeführt.